Aktuell

 

Programm Gastspiele

 

22 & 23 Juni 2019 – 19:00

Unsere kleine Stadt

Die Handlung des dreiaktigen Schauspiels „Our town“ von Thornton Wilder ist einfach. Die Personen sind liebenswert bodenständig gezeichnet. Fast möchte man schmunzelnd meinen: „ Ja, so ist halt das Leben“. Thornton Wilder singt dabei das Lob des Unscheinbaren. Er beugt sich in liebevoller Ehrfurcht zum anspruchslosen Dasein der kleinen Leute hinab. Die kleine Stadt ist wie ein Spiegel der ganzen Welt. Das für die Menschheit Entscheidende ist auch durch die neuen technischen, sozialen und wissenschaftlichen Prozesse nicht wesentlich verändert worden. Die Aufgabe bleibt die gleiche wie zu allen Zeiten: zu lieben.

Und doch: Auch die kleine Stadt kann nicht so bleiben, wie sie 1901 gewesen ist. Das idyllisch einfache Leben vor dem Horizont der Ewigkeit, ist in dem Moment wo die Spieler es uns sehen lassen, schon vorüber und unwiderbringlich vorbei. Es nützt nichts sich gegen den Strom der Zeit zu stemmen. (aus: Nachwort von Gerhard Sanden zur Erstausgabe)

Mehr dazu gibt es bei der
Premiere: Samstag, 22.06.2019, um 19 Uhr
Derniere: Sonntag, 23.06.2019, um 19 Uhr
in der TheaterArche​, Münzwardeingasse 2, 1060 Wien

mit Cornelia Aigner, Bernd Gordon, Lena Haller, Nicole Haselbacher, Karin Herberg, Helene Pointner und Sebastian Zwer-Zepke
Regie: Dana Csapo

Eintrittspreise:
Vorverkauf: € 12,- regulär; € 6,- ermäßigt (SchülerInnen, StudentInnen, AbsolventInnen)
Abendkassa: € 15,- regulär; € 8,- ermäßigt (SchülerInnen, StudentInnen, AbsolventInnen)

Kartenreservierungen unter office@schauspielschule.wien

 

29 & 30 Juni 2019 – 19:00

NAZIS

Im Juli 1934 veröffentlichte das deutsche Propagandaministerium die Ausschreibung zu einem ungewöhnlichen Wettbewerb. Gesucht wurde „die beste persönliche Lebensgeschichte eines Anhängers der Hitler-Bewegung“. Der Hauptgewinn von 125 Reichsmark war üppig, er entsprach einem durchschnittlichen Monatslohn. Findiger Initiator des Wettbewerbs war der amerikanische Soziologe Theodore Abel. Er wollte auf diesem Weg erfahren, was Menschen persönlich dazu bewogen hatte, sich der NSDAP anzuschließen.

Der zweite Jahrgang der Schauspielschule Wien wagt sich auf Grundlage dieser eingesandten Biogramme und anderer Originalzeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus in diesem Theaterstück an menschliche Porträts von Leuten, die dem Nationalsozialismus den Weg bereitet haben.

Premiere: Samstag, 29.06.2019, um 19 Uhr
Derniere: Sonntag, 30.06.2019, um 19 Uhr
in der TheaterArche​, Münzwardeingasse 2, 1060 Wien

mit Mario Apolloner, Max Brühl, Patricia Falk, Thomas Gruber, Anna Katarzyna Kolkowska, Niko Leit, Pia Lettner, Masha Olshanska, Anna Schuster, Leni Stoki Tanja Maria Troll, Jakob Trautenberger

Regie: Anne Frütel

Eintrittspreise:
Vorverkauf: € 12,- regulär; € 6,- ermäßigt (SchülerInnen, StudentInnen, AbsolventInnen)
Abendkassa: € 15,- regulär; € 8,- ermäßigt (SchülerInnen, StudentInnen, AbsolventInnen)

Kartenreservierungen unter office@schauspielschule.wien

Unsere nächste Eigenprodukution

MAUER

Premiere und Uraufführung

eine TheaterArche Produktion

Uraufführung am 7. November 2019

Die MAUER als Symbol für Schutz, für eine Grenze, für eine Trennung.

Am 9. November 1989 kam es zum Mauerfall von Berlin.

30 Jahre später untersuchen wir die physischen wie psychologischen Mauern die uns umgeben, einsperren oder auch beschützen.

Die Inszenierung wird im Rahmen einer kollektiven Forschungsarbeit entwickelt und umgesetzt.

MAUER

Ein Stück von Thyl Hanscho in einer Bearbeitung von Jakub Kavin

Regie und Dramaturgie: Jakub Kavin

Regieassistenz und dramaturgische Mitarbeit: Odilia Hochstetter

Regiehospitanz: Christina Schmidl

mit Eszter Hollosi, Bernhardt Jammernegg, Tom Jost, Jakub Kavin, Nagy Vilmos, Ivana Nikolic, Andrea Novacescu, Agnieszka Salamon, Maksymilian Suwiczak und Ivana Veznikova

10 Schauspieler_innen

6 verschiedene Muttersprachen (Deutsch, Polnisch, Rumänisch, Serbisch, Tschechisch und Ungarisch)

Eine theatrale Reise rund um die Welt, vom ehemaligen Osteuropa, nach China, bis an die Grenze zwischen den USA und Mexiko.

Die Mauern damals und heute. In unseren Köpfen und in der Realität.

Premierentickets gibt es ab sofort hier:

htps://www.eventim-light.com/at/a/5bf6878c619f8a000189c795/e/5d00ec3284bb95000163fae5/

 

HiKiKoMoRi

ein Stück von Thyl Hanscho und Sophie Reyer nach einer Idee von Jakub Kavin

Regie: Jakub Kavin

Musik: Sophie Reyer

mit Manami Okazaki (Schauspiel, Gesang, Piano und Saxophon)

Was ist Hikikomori?

Hiki= zurückziehen

Komori= sich verstecken

Hikikomori ist ein Begriff, der sich auf junge Menschen bezieht, die nach Schulverweigerung oder Arbeitsunfähigkeit viele Jahre zu Hause bleiben. Es ist ein Syndrom, das in Japan jeder kennt.

Dieser Monolog wird von zwei außergewöhnlichen KünstlerInnen geschrieben:

Thyl Hanscho und Sophie Reyer

Sophie Reyer hat sich in ihren Romanen bisher mit ganz ähnlichen Themen beschäftigt und auch Thyl Hanscho weiß sich wunderbar in die Thematik einzufühlen.

Hier ein erstes Textbeispiel dieses in dialogischer Form geschriebenen Monologs:

A – Hautsache,

ich Meine Haut, deine Haut
Ich starre, starre, erstarre.
Du bleibst, bleibst, bleibst in
Bewegung.
Ich, ich meine wir, wir
putzen uns die Haare und
kämmen das Gebiss.
Sehen wird man’s nicht.

B – Hautsache

die Ewigkeit flockt
ist keine Konstante
hörst du das Klackern
der Illusion Zeit?

Fernab der Haut
you´ve touched me
und ich bin ein Splitter aus Angst

drum waschen waschen
raschel raschel
muss mich reinigen
gegen das Vergehen von
Zeit ehrlich!