Literarischer Lenz-Gastspiel-

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Programm

Der Literarische Lenz wird heuer zum fünfzehnten Mal stattfinden, wenn es die Bedingungen unter dem Coronavirus es erlauben. Das Festival versammelt Autorinnen und Autoren aus Österreich, der Slowakei, aus Ungarn und Mähren. Wir bitten alle Teilnehmer, sich unter doml@chello.at anzumelden. Bei dem Festival versuchen wir die Vielfalt der Literaturen in Centrope vorzustellen, wobei jede Au- torin und jeder Autor in der eigenen Muttersprache vorträgt und auch in dem Gespräch mit dem Publikum ihre/ seine Sprache be- nutzt, denn das Werkzeug der Autorin und des Autors ist nach Péter Esterházy die Sprache, für ihn die ungarische Sprache und für un- sere Autorinnen Slowakisch, Tschechisch, Ungarisch oder Deutsch. Die deutschen Übersetzungen werden von Schauspielerinnen und Schauspielern präsentiert. Sollte eine Autorin oder ein Autor wegen der Pandemie verhindert sein, wird sie oder er aber auf jeden Fall digital präsent sein.

Dienstag, 17. Mai 2022
19.00 ERÖFFNUNG
19.30 ETELA FARKAŠOVÁ (Bratislava) „záchrana sveta podľa G.“[die Rettung der Welt nach G.]
20.00 THEODORA BAUER (Wien) „Chikago“
20.30 OTTÓ TOLNAI (Palics) Gedichte
21.00 EGYD GSTÄTTNER (Wien) „Leopold der Letzte“
21.30 ALENA MORNŠTAJNOVÁ (Valašské Meziříci) „Listopád“ [November]

Mittwoch, 18. Mai 2022
19.00 BARBORA HRÍNOVÁ (Bratislava) „Jednorožce“ [Einhörner] 19.30 LYDIA MISCHKULNIG (Wien) „Die Richterin“
20.00 EDINA SZVOREN (Budapest) „„Ohrwurm-jegyzetek“
[Die Ohrwurm-Anmerkungen]
20.30 FERDINAND SCHMATZ (Wien) „strand. der verse lauf “

21.00 ZUZANA KULTÁNOVÁ (Praha) „Zpíváš, jako bys plakala“
[Du singst als ob du weinst]

 

anschließend Buffet bei Beachtung des notwendigen Sicherheitsabstandes

Liebe Besucherinnen und Besucher,
wir bitten Sie um Voranmeldung wegen der reduzierten Platzzahl auf Grund der Hygienevorschriften. Kontaktieren Sie uns bitte etwa 14 Tage vor der Veranstaltung per E-Mail: doml@chello.at

Es lesen und spielen: Teresa Schmid, Marion Steinbach, Matthias Stangl, Aloisa Mileto.

Moderation: Jelena Semjonowa- Herzog, Stephan-Immanuel Teichgräber

ETELA FARKAŠOVÁ (*1943), Philosophin, Schriftstellerin, Dichterin, Mitglied des Slowakischen Schriftstellerverbandes, des PEN-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbandes – sie gab mehr als dreißig Bücher heraus, ihre Texte wurden ins Deutsche, Serbische, Japanische, Englische, Russische, Tschechische, Bulgarische, Arabische, Hindi und weitere Sprachen übersetzt, sie ist in verschiedenen slowakischen und internationalen Anthologien vertreten. Für ihr Werk erhielt sie verschie- dene bedeutende Preise. (Quelle: Etela Farkašová, záchrana sveta podľa G. Bratislava 2022)

THEODORA BAUER (*1990) studierte Publizistik- und Kommunika- tionswissenschaft sowie Philosophie an der Universität Wien. Der Debüt- roman „Das Fell der Tante Meri“ (2014) und der zweite Roman „Chikago“ (2017) erschienen im Picus Verlag. „papier.waren.pospischil“ gewinnt den 1. Preis beim Festival „Die Freiheit des Lachens“ am Salzburger Landes- theater (2017) und wird 2019 dort uraufgeführt. Die Schriftstellerin erhält den Anerkennungspreis der Burgenlandstiftung Theodor Kery für „Chi- kago“ (2018) und das DramatikerInnenstipendium des Bundes für ein Theaterstück (2018). 2019 erhält Theodora Bauer den Förderungspreis für Literatur der Stadt Wien. Im Spring Term 2022 ist sie Writer in Residence und Gastdozentin an der Bowling Green State University in Ohio. Sie mo- deriert die Literatursendung „literaTOUR“ im österreichischen Sender ServusTV. (Quelle: http://theodorabauer.at/?page_id=64)

OTTÓ TOLNAI (*1940), Dichter, Schriftsteller, Übersetzer. Er veröffent- licht seit 1956 Kurzprosa und ab 1960 Gedichte. Er studierte an dem un- garischen Institut der Universität Novi Sad. Ab 1961 war er Herausgeber der Kunstbeilage “Symposion” der Zeitschrift “Jugendwoche”. 1963 zog er nach Zagreb, wo er Philosophie studierte. 1964-1974 gab er die Zeitschrift “Új Symposion” heraus. Aus politischen Gründen musste er die Leitung der Zeitung niederlegen. Zwischen 1974 und 1994 war er Redakteur von Kulturprogrammen des Radios Novi Sad und Kunstkritiker. Von 1966 bis 1990 war er Mitglied des jugoslawischen Schriftstellerverbandes. Seit 1990 ist er Mitglied des Ungarischen Schriftstellerverbandes. Seit 1992 ist er Chefredakteur von “Ex Symposion” in Veszprém. Er lebt seit 1994 in Palics. Er erhielt den Kossuth-Preis und den Attila-Jozsef-Preis. (Quelle: https://pim.hu/hu/dia/dia-tagjai/tolnai-otto#eletrajz)

EGYD GSTÄTTNER (*1962), studierte Germanistik und Philosophie an der Universität für Bildungswissenschaften in Klagenfurt, Sponsion 1989, Promotion 1993, lebt als freier Autor in Wien und Klagenfurt. Über 30 Buchpublikationen und ca. 2000 literarische, essayistische, satirische,
feuilletonistische (keine journalistischen) Beiträge in in- und ausländi- schen Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien, ca. 600 Lesungen im In- und Ausland seit 1985. Zuletzt erschien sein Roman über Leopold Sacher-Ma- soch, „Leopold der Letzte“ (Picus Verlag Wien 2021). Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. (Quelle: der Autor selbst)

ALENA MORNŠTAJNOVÁ (*1963) studierte Anglistik und Bohemistik an der Universität in Ostrava. Sie unterrichtete Englisch und war Über- setzerin, heute lebt sie als Schriftstellerin in Valašské Meziříči. Ihr Debüt war der Roman „Slepá mapa“ [Stumme Karte] (2013), der zweite Roman „Hotýlek“ [Kleines Hotel] erschien 2015. Durch ihren Roman „Hana“ wurde sie seit 2017 zur beliebtesten tschechischen Schriftstellerin. Der Ro- man wurde in vierzehn Sprachen übersetzt und erhielt einige Preise. Das vierte Buch „Tiché roky“ [Stille Jahre] (2019) wurde zum Buch des Jah- res. Im Frühjahr 2021 erschien ihr letzter Roman „Listopád“ [November], eine Dystopie, die die Niederlage der Samtenen Revolution zur Grundlage hat. Sie schreibt auch Kinderbücher „Strašidýlko Stráša” [Monster Stráša] und „Kapka Ája“ [Tropfen Ája]. (Quelle: Alena Mornštajnová, Listopád. Brno 2021)

BARBORA HRÍNOVÁ (*1984) ist Fachassistentin im Atelier für Dreh- buchgestaltung der Film- und Fernsehfakultät der Hochschule für Mu- sische Kunst in Bratislava. Sie kam dreimal in die engere Wahl des Wett- bewerbs „Poviedka“ [Erzählung] 2008, 2017 und 2018. Sie schrieb auch Hörspieldokumente für den slowakischen und den tschechischen Rund- funk. Im Bereich der Fernsehdrehbücher war sie an einigen Fernsehse- rien und am Dokumentationszyklus „Prvá“ [Die Erste] beteiligt. An der Ilia State University forschte sie als Postdoc über den georgischen Film in Tbilissi und konnte dann fünf Monate an einer Universität in Kalifornien forschen. Sie ist Mitautorin des Drehbuchs des Filmes nach der Erzählung „Chémia“ [Chemie]. Für das letzte Buch „Jednorožce“ erhielt sie 2021 den Preis Anasoft Litera. (Quelle: Barbora Hrínová, Jednorožce. Bratislava 2020)

LYDIA MISCHKULNIG, geb. in Klagenfurt, lebt in Wien, studierte Büh- nenbild (Universität für Musik & darstellende Kunst Graz), Drehbuch und Produktion (Filmakademie Wien). Kolumnistin („Die Furche“), Es- sayistin zum Thema Kunst und Kultur. Lehrbeauftragte (Universität für angewandte Kunst, Wien), Gastprofessorin an ausländischen Universitä- ten. Tutorin literarischer Schreibseminare. Herausgeberin der Reihe “Na- delstiche”, Theodor Kramer Verlag. Konzept und Leitung von Gesprächs- reihen im literarischen Quartier, Alte Schmiede. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 1994 veröffentlichte sie ihr ers- tes Buch. Zuletzt erschien der Roman „Die Richterin“ (2020). Im August 2022 erscheint im Leykamverlag ihr neuer Roman „Die Gemochten“. (Quelle: http://www.lydiamischkulnig.net/)

EDINA SZVOREN (*1974) absolvierte die Franz-Liszt-Musikakademie und unterrichtet Solfeggio und Musiktheorie am Béla-Bartók-Konser- vatorium in Budapest. 2010 erschien ihr erster Kurzgeschichtenband „Pertu“. 2012 folgte „Nincs, és ne is legyen“ [Nichts, und sollte es auch nicht sein], das 2015 mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet wurde. Dank der Sammlungen „Az ország legjobb hóhé- ra“ [Der beste Henker des Landes] (2015) und „Verseim. Tizenhárom történet“ [Meine Gedichte. Dreizehn Geschichten] (2018) hat sich Edina Szvoren definitiv als eine der talentiertesten und beliebtesten Autorin- nen von Kurzgeschichten erwiesen. Zahlreiche Preise und Auszeichnun- gen. (Quelle: Verlag Mimesis und Jelenkor)

FERDINAND SCHMATZ (*1953), Dichter und Essayist, lebt in Wien. Studium der Germanistik und Philosophie. Lehrtätigkeiten in Tokio an der Nihon-Universität, an der Universität für künstlerische und indus- trielle Gestaltung in Linz und an der Universität für angewandte Kunst in Wien, Univ. Prof. und Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Uni- versität für angewandte Kunst in Wien (2012-2020). Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. Autorenlabor (1994) und Wiener Vorlesungen zur Literatur (2002-2003) in der Alten Schmiede in Wien, zahlreiche Lesungen, Symposien und Veröffentlichungen im In- und Ausland. Vor dem Sommer 2022 erscheint bei Haymon sein neues Buch „strand. der verse lauf “, aus dem er auf dem Festival lesen wird. (Quelle: der Autor selbst)
ZUZANA KULTÁNOVÁ (*1986) studierte Bohemistik in Opava und Ostrava, lebt in Prag. Während des Studiums begann sie Literaturkriti- ken zu schreiben. Nach dem Studium arbeitete sie als Projektmanagerin. 2017 begann sie mit einem Verlag in Zlín als Redakteurin zusammenzu- arbeiten. Für ihr Debüt, die Novelle „Augustin Zimmermann“, erhielt sie 2017 den Jiří-Orten-Preis. Das Buch, das sie auf dem Festival vorstellt, ist gerade frisch erschienen. (Quelle: https://www.albatrosmedia.cz/au- tori/38465055/zuzana-kultanova/)

 

TheaterArche

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Datum

Mai 17 2022 - Mai 18 2022

Uhrzeit

19:00
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