The Mirror of Nomori- Gastspiel

Eine queere Drag-Oper nach dem japanischen Noh-Theater  -Uraufführung –

Empfehlung ab 15 Jahren 

Musik & Text : Wataru Mukai

NOH MEETS DRAGQUEEN – Nach dem erfolgreichen Prototyp Nomori in Tokio findet die Uraufführung von Wataru Mukais queerer Drag-Oper The Mirror of Nomori in Wien statt. Das Stück basiert auf dem Noh-Theater Nomori, in dem es um den geheimnisvollen Spiegel des Dämons geht, mit dem man alles auf der Erde, im Himmel und in der Hölle sehen kann. Die Figuren gehören einer doppelten Minderheit an: LGBTQ+ und Sexarbeiter*innen. Jeden Tag stellen sie sich eine existenzielle Frage: Warum bin ich auf die Welt gekommen? Um diese Frage zu beantworten, suchen sie nach dem „Mirror of Nomori“…

Premiere am 1. Juni 2024 um 20 Uhr

weiterer Termin: am 2. Juni um 14 Uhr

Ticket: https://www.eventim-light.com/at/Nomori-Oper

MUSIK, TEXT: Wataru Mukai

MUSIKALISCHE LEITUNG: Taichi Hiratsuka

REGIE: Miharu Sato

DRAMATURGIE: Takuya Maehara

BÜHNENBILD: Nathalie Noël

LICHT: Jakub Kavin

KOSTÜM UND DRAG-BETREUUNG: Moche Le Cendrillon

Mit:

Max Bell (Bitti)

Noriyuki Kubo (Kitti)

Risa Matsushima (Sissi)

Valentin Trandafir (Titti)

Wataru Mukai (Dämon)

Fábio Coutinho (Anführer)

Nomori Kammerorchester

 

Über den Komponist, Wataru Mukai

Wataru MUKAI (geb. 1993) ist ein japanischer Komponist, Pianist und Performer, dessen musikalisches Schaffen weit über die traditionellen Grenzen hinausgeht. Seine Karriere begann mit einem herausragenden Abschluss seines Bachelorstudiums in Komposition an der renommierten Tokyo University of the Arts im Jahr 2016, wo er als Jahrgangsbester ausgezeichnet wurde. MUKAIs Talent wurde international anerkannt, und er hat eine beeindruckende Anzahl von renommierten Kompositionswettbewerben gewonnen, darunter den 33. Yasushi Akutagawa Suntory Kompositionspreis und den ersten Platz beim 8. Internationalen Kompositionswettbewerb NEW NOTE in Kroatien (2019). Sein musikalisches Genie wurde auch durch den Bundespräsidentenpreis beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin (2018) sowie den 2. Platz und den Publikumspreis beim 86. Music Competition of Japan in Tokio (2017) gewürdigt. Neben seiner beeindruckenden Sammlung von Auszeichnungen hat MUKAI Stipendien von renommierten Institutionen wie der Tokuji Munetsugu Music Foundation und der Nomura Foundation erhalten. Seine Kompositionen wurden von erstklassigen Ensembles weltweit aufgeführt und für bedeutende Veranstaltungen wie das 44. Samobor Music Festival, die 49. Darmstädter Ferienkurse und das Suntory Hall Summer Festival 2017 ausgewählt. Seine akademische Reise führte ihn zu einem Masterstudium in Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim unter der Anleitung von Sidney Corbett und Philipp Ludwig Stangl. Während seines Studiums am Theatermusik-Masterprogramm an der Hochschule der Künste Bern (2019) erweiterte MUKAI seine künstlerischen Grenzen weiter. Aktuell promoviert er an der Anton Bruckner Privatuniversität.

 

Über die Oper

The Mirror of Nomori ist eine interdisziplinäre Oper, die auf zeitgenössischer Musik basiert, aber verschiedene musikalische Genres wie Barockmusik, Musicals, Jazz, Punk, Elektro usw. durchquert. Die Musik ist zum Teil kitschig, zum Teil aber auch dramatisch und provozierend und entfaltet sich „queer“.
Der   Spiegel ist ein wichtiges Motiv in verschiedenen Werken, darunter Schneewittchen, Andersens Schneekönigin oder Alice im Spiegelland. Auch im japanischen Noh-Stück Nomori ist der Spiegel (Wasserspiegel) ein wichtiges Thema der Geschichte. Die auf diesem Noh-Stückbasierende Oper The Mirror of Nomori wurde vom Komponisten Wataru Mukai geschrieben und komponiert. Die Figuren in dieser Oper haben alle ihren eigenen Spiegel, die aber unterschiedlich funktionieren: Einen Spiegel, der sie zeigt, wie sie sind, einen Spiegel, der sie hässlich zeigt, einen Spiegel, der ihnen „nichts“ zeigt. Aber der Spiegel, den der „Dämon“ in der Hand hält, soll mächtiger sein als andere Spiegel. Als die Figuren ihm begegnen, nimmt die Geschichte eine entscheidende Wendung.

Das Stück hat eine hybride Form aus drei verschiedenen Gattungen, nämlich Oper, Noh-Theater und Drag…. Wir bieten Ihnen ein unvergessliches künstlerisches Erlebnis an, das es so noch nie gegeben hat.

Über das Ensemble:

Max Bell (Bass)

Max Bell sammelte Erfahrungen im Jugendchor der Volksoper Wien . Er studierte Sologesang in Wien und absolvierte Meisterkurse u.a. bei Fassbaender und Kirchschlager . Neben dem Studium tritt er als Solist auf, auch im Bereich der zeitgenössischen Musik. Er sang in Konzerten und Opernproduktionen, u.a. als Titelrolle in Glucks Der betrogene Kadi, Bartolo in Le Nozze di Figaro und Rocco in Fidelio. Auf der Opernbühne war er bereits in verschiedenen Rollen zu sehen. Im Sommer 2024 wird er bei den Bregenzer Festspielen auftreten. Ab Herbst 2024 ist er im Internationalen Opernstudio der Oper Zürich engagiert.

 Risa Matsushima (Sopran )

Risa Matsushima, in Tokio geboren, absolvierte ihren Master (Oper) an der MUK Wien. Sie debütierte 2021 als Donna Anna bei den Wiener Philharmonikern und 2022 in Harakiri am Theater Plauen-Zwickau. Die Produktion von Don Giovanni  erhielt den Österreichischen Musiktheaterpreis 2022. Seit 2023 studiert sie einen Master (Neue Musik) an der HfMT Köln. 2024 wird sie in Hauptrollen in Le trame deluse, „Acht Brücken“ und zwei Uraufführungen zu sehen sein. 2025 tritt sie beim Recital „B to C“ in Tokio auf.

 Noriyuki Kubo (Countertenor)

Noriyuki Kubo, japanischer Countertenor, absolvierte ein Sologesang-Masterstudium an der Tokyo University of the Arts. Er erhielt Auszeichnungen wie den Mutoh Mai Preis. Nach seinem Studium in Frankreich ist er Solist beim Bach Collegium Japan. 2023 spielte er in Henzes Oper Das verratene Meer in Tokio, im Jahr 2023 führte er mehrere Werke von Wataru Mukai auf und spielte die Rolle der Kitti in der Prototyp-Version der Oper NOMORI, die in Tokio uraufgeführt wurde.

Valentin Trandafir (Tenor)

Valentin Trandafir, in Rumänien geboren, studierte in Bukarest und Wien unter Sylvia Greenberg. Spezialisiert auf klassische Operette bei Wolfgang Dosch. Er hatte bereits zahlreiche internationale Auftritte in Rumänien, Österreich, Deutschland, Schweiz, Litauen, Italien. Die Rollen die er spielte umfassen Ferrando, Don Ottavio, Rinuccio, Graf Zedlau. Um seine Fähigkeiten weiterzuentwickeln, nahm er an Meisterkursen mit Ian Bostridge und Linda Plech teil.

Fábio Coutinho (Anführer)

Fábio Coutinho ist ein herausragender brasilianischer Schauspieler, der sowohl im Theater als auch in der Oper arbeitet und seit 2012 in Wien lebt. Mit tiefer Ehrfurcht vor der japanischen Kultur studierte er Bunraku- und Butoh-Tanz. Er war ein Schüler des angesehenen Kazuo Ohno in São Paulo. Im Mai ist er in der Oper La Clemenza di Tito von Regisseur Milo Rau bei den Wiener Festwochen zu sehen.

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